Kugellager und Mehr - Laeppche Unternehmensgruppe

NADELLAGER - GROSSE TRAGKRAFT
BEI GERINGER EINBAUHÖHE

 

NadellagerNadellager, die zu den Wälzlagern gehören, sind Rollenlager mit zylindrischen, Nadeln ähnelnden Wälzkörpern. Wegen ihrer besonders niedrigen Bauform und des daraus resultierenden geringen Platzbedarfs werden sie häufig in Getrieben verwendet.

Nadellager gibt es in unterschiedlichen Bauarten. Hierzu zählen:

  • Nadelkränze (komplette Einheiten aus Käfig und Nadelrollen)
  • Nadellager mit Innenring (erfordern eine einfache gezogene Welle)
  • Nadellager ohne Innenring, aber mit Außenring (erfordern eine gehärtete und polierte Lauffläche auf der Welle)
  • Nadelbuchsen (einseitig geschlossen und somit vor Schmutzeintrag geschützt)
  • Einstell-Nadellager (ohne Innenring, dafür mit Kunststoff-Stützring zwischen Nadeln und Außenring)


Alle Bauformen können sowohl ein- oder zweireihig als auch vollrollig, leicht oder schwer ausgeführt sein. Für die Käfige kommen beispielsweise folgende Materialien zur Anwendung:

  • Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK)
  • Blech
  • Messing


Vollrollige Nadellager vertragen aufgrund ihrer größeren Anzahl an Wälzkörpern eine höhere Beanspruchung. Bezüglich der Richtung der Lastaufnahme werden Nadellager für axiale und radiale Belastungen sowie deren Kombinationen unterschieden.

Die meisten Bauarten sind ausschließlich radial belastbar und bedürfen einer exakten Abstimmung hinsichtlich der Betriebstemperatur und der Radiallagerluft. Axialnadellager nehmen auch axiale Kräfte auf, unterliegen jedoch wegen der differierenden Umfangswege der Enden ihrer Wälzkörper einer höheren Reibung und verschleißen daher schneller. Nadellager werden in einer großen Zahl von Stütz-, Lauf- und Kurvenrollen verbaut.

Der Vorteil der Nadellager besteht in ihrer großen Tragkraft und ihrer geringen Einbauhöhe. Diese resultiert aus der im Unterschied zum Kugellager vergrößerten Auflagefläche. Nachteilig wirkt sich die im Gegensatz zu anderen Wälzlagern niedrigere zulässige Drehzahl aus. Zudem reagieren Nadellager empfindlich auf "falsche" Kräfte, die außerhalb der Belastungsrichtung wirken.

Nadellager sind nach DIN 616 bis 618 genormt. Sie ähneln Zylinderrollenlager (DIN 5412), haben jedoch aus historischer Sicht nichts mit diesen gemein. Durch den Einsatz von Nadellagern anstelle von Zylinderrollenlagern lassen sich wegen des geringeren Materialeinsatzes die Maschinenkosten reduzieren. Zu den typischen Anwendungsgebieten für Nadellager gehören:

  • die Fahrzeugtechnik
  • Druckmaschinen
  • Verpackungsmaschinen
  • Mehrspindelköpfe von Werkzeugmaschinen
  • Textilmaschinen
  • Buchdruckmaschinen


Unser Nadellagerprogramm umfasst Nadelkränze, Nadelhülsen, Nadelbuchsen, Laufrollen, Stützrollen, Innenringe und Hülsenfreiläufe.