Kugellager und Mehr - Laeppche Unternehmensgruppe

GLEITLAGER - GERÄUSCHARM
UND HOCH BELASTBAR

 

GleitlagerDas Gleitlager zählt neben dem Wälzlager zur am häufigsten genutzten Lager-Bauart im Maschinen- und Gerätebau. Wie Wälzlagerungen haben auch Gleitlagerungen die Aufgabe, die zueinander beweglichen Teile zu führen oder abzustützen. Dabei nehmen sie die vorliegenden Kräfte auf und übertragen diese.

Während bei Wälzlagern die Lagerungselemente durch Wälzkörper voneinander getrennt werden, gleitet das zu bewegende Bauteil beim Gleitlager auf der Gleitfläche einer unbeweglichen Lagerschale, Lagerbuchse oder auf einem Gleitstreifen. Somit erfolgt die Gleitbewegung direkt zwischen dem gelagerten Teil und der Gleitschicht des Lagerkörpers. Berühren sich die beiden Teile, was bei den meisten Gleitlagern geschieht, verschleißen die Kontaktflächen, wodurch sich die Lebensdauer des Lagers verringert. Der dabei entstehende Widerstand lässt sich durch die Verwendung einer reibungsarmen Materialpaarung sowie durch Schmierung bzw. das Erzeugen eines Schmierfilms erreichen, der die Kontaktflächen voneinander trennt. Die Erzeugung eines Schmierfilms verlangt jedoch einen Zusatzaufwand, der sich nur bei großen Gleitlagern in großen Maschinen bezahlt macht.

Als typisches Gleitlager gilt das Radiallager zur radialen Lagerung einer Welle mit gehärteter Lauffläche. Die Welle ist von der Lagerbuchse umgeben, die aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen kann, beispielsweise:

  • Weißmetall
  • Bronze
  • Aluminiumlegierungen
  • Kunststoffe (z. B. PTFE, faserverstärkt)
  • Keramik
  • mit Blei legiertes Lagermetall
  • Messinglegierungen


Die Buchse besteht aus einem "weicheren" Werkstoff als die Welle, damit etwaiger Verschleiß zuerst dort auftritt. Das Auswechseln der Buchse ist unkomplizierter und kostengünstiger als der Austausch der Welle. Sie wird oft zweigeteilt gefertigt und lässt sich so radial von der Welle entfernen.

Gleitlager gibt es als Axiallager, Radiallager, Halbschalen, Buchsen, Scheiben, Streifen und in zahlreichen weiteren Bauformen. Sie arbeiten geräuscharm und eignen sich vor allem dann, wenn es um die Aufnahme hoher Belastungen bei relativ langsamen Schwenk- und Drehbewegungen geht und bei tiefen und hohen Temperaturen. Aufgrund ihrer vielfältigen speziellen Eigenschaften finden sie Anwendung in fast allen Industriebereichen, vor allem dann, wenn nur ein begrenzter Einbauraum verfügbar ist. Wichtige Einsatzgebiete sind unter anderem:

 

  • Landmaschinen
  • Baumaschinen
  • der Fahrzeugbau
  • Wasser- und Dampfturbinen
  • Kreiselpumpen
  • Generatoren
  • schwere Schiffswellenlager