Kugellager und Mehr - Laeppche Unternehmensgruppe

GEHÄUSELAGER - BESONDERS MONTAGEFREUNDLICH UND WIRTSCHAFTLICH

 

GehäuselagerAls Gehäuselager werden einbaufertige Einheiten bezeichnet, die zum einen ein Wälzlager aufnehmen und zum anderen direkt an die Grundkonstruktion angeschraubt werden. Besonders vorteilhaft ist ihre Verwendung, wenn ein Wälzlager zur Anwendung kommt, das zum Beispiel mit einer Spannhülse unmittelbar auf die Welle aufgesetzt wird. Durch den Einsatz sogenannter Festringe, welche das Wälzlager axial im Gehäuse festlegen, lässt sich das Lager als Festlager gestalten. Ohne Festringe ergibt sich hingegen ein Loslager.

Die Gehäuse bestehen zumeist aus:

  • Stahlblech
  • Grauguss oder
  • Kunststoff


Sie können jedoch auch aus anderen Gussmaterialien gefertigt sein. Je nach Ausführung sind die Gehäuse geschlossen oder offen. In Abhängigkeit von ihrer Bauform widerstehen die Lagereinheiten zum Teil starken, rauen Umwelteinflüssen. Bei höherwertigen Anwendungen werden Graugussgehäuse genutzt, die Pendelrollenlager oder Pendelkugellager aufnehmen. Die Befestigung der Lager auf der glatten Welle erfolgt mit Hilfe von Spannhülsen.


Blaue Kunststoff-Gehäuselager

Kunststoffgehäuse sind in unterschiedlichen Farben wie blau, grün oder schwarz möglich. Die Lagereinsätze bestehen aus Edelstahl und sind mit Fetten gefüllt, die alle Anforderungen nach FDA und NSF Klasse H1 erfüllen und Kosher und Halal zertifiziert sind. Der verwendete Kunststoff für die Gehäuse ist PBT. Gehäuselager aus Kunststoff werden in der Getränkeindustrie, Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie und anderen vergleichbaren Bereichen gebraucht. Blaue Kunststoff Gehäuselager werden überwiegend in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie eingesetzt.


Spannlager sind auf beiden Seiten abgedichtete, mit einem Schmierfett gefüllte Rillenkugellager. Ihre kugelige Außenringmantelfläche und die entsprechend hohlkugelige Aufnahmebohrung ermöglichen die Korrektur von Fluchtungsfehlern der Welle, die sowohl fertigungs- als auch montagebedingt sein können. Müssen Gehäuselager während des Betriebes nicht nachgeschmiert werden, ist ein Fehlerausgleich bis zu fünf Grad möglich. Ist die Nachschmierung im laufenden Betrieb geplant, lassen sich Fluchtungsfehler von bis zu zwei Grad ausgleichen. Ein Ausgleich von betriebsbedingten Wellendurchbiegungen von einigen Winkelminuten ist ebenfalls machbar.

Die zulässigen Drehzahlen bei Gehäuselagern hängen insbesondere von deren Befestigung auf der Welle sowie der Art der Abdichtung ab. Prinzipiell sind höhere Drehzahlen bei der Verwendung konzentrischer Befestigungsmethoden durch Spannhülse oder Passungssitz möglich. Bei Spannlagern mit Exzenterring- oder Gewindestiftbefestigung beeinflusst die gewählte Wellentoleranz zusätzlich die Drehzahl. Je niedriger die Toleranzklasse, desto höher ist die erlaubte Drehzahl.

Gehäuselager gelten als besonders montagefreundlich. Als einbaufertige und betriebsbereite Baueinheiten eigenen sie sich vor allem zur Realisierung wirtschaftlicher Lagerungen. Aufgrund ihrer Vielfalt bieten sie den Konstrukteuren große Gestaltungsspielräume bei der Auslegung von Lagerungen. Verwendet werden sie beispielsweise in den Bereichen:

  • Fördertechnik
  • Verpackungsmaschinenbau
  • Agrartechnik
  • Holzbearbeitung
  • Textilmaschinenbau